Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites
Inhaltsverzeichnis

Das Thema Datenschutz bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Online-Unternehmen immer häufiger Inhalte in mehrere Sprachen übersetzen müssen. Die Übermittlung von Kundendaten oder Geschäftsinhalten an Übersetzungsplattformen birgt jedoch stets potenzielle Sicherheitsrisiken, von Datenlecks bis hin zu Verstößen gegen regulatorische Bestimmungen wie die DSGVO oder den CCPA. 

Angesichts der großen Menge an sensiblen Daten wie Transaktionsinformationen, Kundenpräferenzen und Kontodaten können es sich E-Commerce-Unternehmen nicht leisten, Übersetzungstools unüberlegt auszuwählen. Dieser Artikel behandelt die häufigsten Datenschutzrisiken, bewährte Verfahren zum Datenschutz und Fallstudien aus Europa, Asien und den USA. Los geht's!

Warum sind E-Commerce-Websites besonders anfällig?

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

E-Commerce-Plattformen sind besonders anfällig für Datenschutzrisiken, da sie große Mengen sensibler Daten verarbeiten und häufig auf externe Dienste wie Plugins, APIs und Übersetzungstools angewiesen sind. Bei Übersetzungen können Kunden- oder Unternehmensdaten unbeabsichtigt von Dritten verarbeitet werden, was den Datenschutz zusätzlich erschwert. Im Folgenden werden die Hauptgründe für diese Anfälligkeit erläutert.

  • Große Mengen an Kundendaten: Online-Shops sammeln Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern, Kaufhistorie und Nutzerpräferenzen. Werden diese Daten ungeschützt übersetzt, können sie auf Servern Dritter eingesehen werden.
  • Mehrere Integrationen mit externen Plattformen oder Plugins: E-Commerce-Unternehmen nutzen häufig zusätzliche Tools (z. B. Shopify Apps, WooCommerce-Plugins oder APIs von Drittanbietern). Jede Integration stellt eine weitere potenzielle Schwachstelle für Datenlecks dar.
  • Grenzüberschreitende Datenübermittlung: Bei der Nutzung globaler Übersetzungsdienste können Daten über Server in anderen Ländern geleitet werden, in denen es keine strengen Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO gibt.
  • Eingeschränkte Kontrolle über die Datenspeicherung: Einige Übersetzungstools speichern zwischengespeicherte Texte, Protokolle oder Kopien verarbeiteter Inhalte. Ohne Transparenz können Unternehmen nicht sicher sein, ob diese Daten gelöscht oder aufbewahrt werden.
  • Unterschiedliche Bestimmungen gelten je nach Region: DSGVO, CCPA und PDPA stellen unterschiedliche Anforderungen. Entsprechen Übersetzungstools nicht allen relevanten Gesetzen, können Online-Shops rechtliche Konsequenzen drohen.
  • Fehlende Verschlüsselung bei bestimmten Übersetzungsdiensten: Einige kostenlose oder Testversionen von Übersetzungstools verwenden keine starke Verschlüsselung, wodurch die übertragenen Daten anfällig für das Abfangen sind.

Häufige Datenschutzrisiken bei Übersetzungstools

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Übersetzungstools mögen harmlos erscheinen, doch viele von ihnen verarbeiten Daten auf eine Weise, die Geschäftsinhabern nicht vollständig bewusst ist. Wenn Kundendaten oder Geschäftsinhalte an externe Dienste übermittelt werden, steigt das Risiko der Offenlegung, insbesondere wenn die Plattform keine strengen Datenschutzstandards einhält. Im Folgenden werden die häufigsten Datenschutzrisiken aufgeführt, vor denen sich E-Commerce-Websites hüten sollten.

unverschlüsselte Datenübertragung

Wenn Übersetzungstools keine Verschlüsselung verwenden, können alle zwischen Website und Übersetzungsanbieter ausgetauschten Daten abgefangen werden. Dies bedeutet, dass Hacker, Dritte oder sogar ungesicherte Netzwerke Zugriff auf sensible Kundendaten erhalten könnten. Ohne Verschlüsselung werden die Daten unverschlüsselt übertragen und sind somit leicht lesbar und ausnutzbar.

Für E-Commerce-Unternehmen ist dies besonders riskant, da die übertragenen Inhalte Produktdetails, Nutzerprofile, Bestellinformationen oder interne Nachrichten enthalten können. Selbst wenn der Text harmlos erscheint, kann er versehentlich personenbezogene Daten wie Namen, Adressen oder Zahlungsdetails enthalten. Eine starke Verschlüsselung bei der Datenübertragung ist daher unerlässlich, um Datenlecks zu verhindern.

Datenspeicherung ohne Einwilligung des Nutzers

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Manche Übersetzungsdienste speichern verarbeitete Texte auf ihren Servern, um „maschinelles Lernen zu verbessern“ oder „zukünftige Übersetzungen zu beschleunigen“. Werden die Nutzer jedoch nicht informiert oder geben sie keine Einwilligung, stellt dies einen Verstoß gegen ihre Privatsphäre dar. Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass ihre Daten ohne ihre Zustimmung gespeichert und wiederverwendet werden könnten.

Die Speicherung von Daten ohne Einwilligung birgt nicht nur das Risiko von Datenschutzbeschwerden, sondern kann auch zu regulatorischen Problemen gemäß Gesetzen wie der DSGVO oder dem CCPA führen. Werden Kundendaten ohne ausdrückliche Zustimmung gespeichert, drohen Unternehmen rechtliche Strafen und der Verlust des Kundenvertrauens.

Zugriff durch Dritte und interner Missbrauch

Übersetzungstools umfassen oft mehrere Systemebenen und Teams, darunter Entwickler, Supportmitarbeiter oder externe Dienstleister. Wird der interne Zugriff nicht kontrolliert, könnten Unbefugte sensible Informationen einsehen oder kopieren. Dies betrifft sowohl externe Auftragnehmer als auch interne Mitarbeiter.

Interner Missbrauch lässt sich ohne strenge Zugriffsrichtlinien nur schwer erkennen und verhindern. Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter eines Übersetzungsdienstleisters gespeicherte Daten für Schulungszwecke, zur Weitergabe oder für andere Zwecke nutzen, die nicht den Kundenbedürfnissen entsprechen. E-Commerce-Unternehmen müssen sicherstellen, dass nur autorisierte Systeme und nicht Einzelpersonen Zugriff auf personenbezogene Daten haben.

Mangelnde Kontrolle über die Datenaufbewahrung

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Viele Übersetzungsplattformen geben nicht klar an, wie lange sie die verarbeiteten Inhalte speichern. Können Unternehmen keine Richtlinien zur Datenaufbewahrung festlegen oder überprüfen, bleiben sensible Texte möglicherweise unbegrenzt gespeichert. Dadurch sind die Daten künftigen Datenschutzverletzungen oder unbefugtem Zugriff ausgesetzt.

Fehlende Kontrolle über die Datenspeicherung erschwert zudem die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen, die die Löschung auf Anfrage vorschreiben. Ohne Transparenz riskieren Unternehmen, dass Kundendaten unwissentlich noch lange nach ihrem Bedarf auf externen Servern verbleiben.

Risiken beim grenzüberschreitenden Datentransfer

Werden Übersetzungsdaten an Server in anderen Ländern gesendet, unterliegen sie möglicherweise schwächeren Datenschutzgesetzen. Beispielsweise können Daten, die aus der EU in ein Land außerhalb der DSGVO übermittelt werden, ihren Rechtsschutz verlieren. Dies kann unbemerkt durch die automatische Weiterleitung von Übersetzungstools geschehen.

Grenzüberschreitende Datenübermittlungen erschweren die Einhaltung von Vorschriften, da Unternehmen sicherstellen müssen, dass rechtliche Mechanismen wie Standardvertragsklauseln (SCCs) vorhanden sind. Werden sensible Daten nicht ordnungsgemäß verwaltet, können sie Regierungen, Unternehmen oder Systemen mit niedrigen Datenschutzstandards zugänglich gemacht werden.

Nutzung kostenloser Tools ohne klare Datenschutzrichtlinien

Kostenlose Übersetzungstools sind oft auf Benutzerfreundlichkeit und nicht auf Sicherheit ausgelegt. Viele bieten keine klaren Bedingungen für die Verwendung, Speicherung oder Weitergabe von Daten. Einige verwenden möglicherweise übermittelte Inhalte wieder, um ihre KI zu trainieren, oder speichern sie auf ungesicherten Servern.

Da diese Dienste kostenlos sind, könnten sie auf Nutzerdaten als „versteckte Kosten“ angewiesen sein. Ohne Transparenz riskieren Unternehmen, Kunden- oder Unternehmensinformationen preiszugeben, um die Übersetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen oder Kosten zu sparen.

Serverstandorte in Ländern mit schwachem Datenschutz

Der physische oder Cloud-Standort des Servers eines Übersetzungstools beeinflusst den Umgang mit den gespeicherten Daten. Befinden sich die Server in Ländern mit schwachen Datenschutzbestimmungen, kann der Zugriff auf die Daten ohne strenge rechtliche Aufsicht erfolgen. Einige Regierungen haben unter Umständen sogar die Befugnis, Daten ohne vorherige Benachrichtigung einzusehen.

Für Online-Händler kann die Unkenntnis über den Verarbeitungs- oder Speicherort von Daten erhebliche Compliance-Lücken verursachen. Die Wahl von Anbietern mit EU-basierter oder DSGVO-konformer Infrastruktur kann die mit dem Datenstandort verbundenen Risiken reduzieren.

Bewährte Verfahren zum Schutz von Kunden- und Geschäftsdaten

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Um Datenschutzrisiken bei der Nutzung von Übersetzungstools zu minimieren, benötigen E-Commerce-Unternehmen mehr als nur grundlegende Sicherheitsfunktionen. Sie müssen strenge Datenschutzpraktiken anwenden, die gewährleisten, dass Kundendaten, interne Inhalte und Transaktionsdaten in jeder Phase – ob Speicherung, Übertragung oder Verarbeitung durch Drittanbieter – geschützt sind. Im Folgenden werden die effektivsten Ansätze für die Praxis vorgestellt.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet, dass Daten verschlüsselt werden, bevor sie die E-Commerce-Plattform verlassen, und bis zum Erreichen des Zielsystems verschlüsselt bleiben. Dies verhindert unbefugten Zugriff, selbst wenn die Daten während der Übertragung abgefangen werden. Ohne diesen Schutz könnten sensible Daten wie Kundennotizen, Produktbeschreibungen oder interne Kommunikationen während der Übertragung offengelegt werden.

Shopify , der beispielsweise eine verschlüsselte API-Verbindung zu einem Übersetzungsdienst nutzt, verhindert, dass lesbarer Text während der Übermittlung abgefangen wird. Wenn ein Anbieter wie das Übersetzungstool Linguise TLS/HTTPS und verschlüsselte Speicherung verwendet, bleiben die Daten vor externen Bedrohungen geschützt.

Sprachbarrieren überwinden
Verabschieden Sie sich von Sprachbarrieren und begrüßen Sie grenzenloses Wachstum! Testen Sie noch heute unseren automatischen Übersetzungsservice.

Datenanonymisierung und -minimierung

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Datenanonymisierung entfernt oder maskiert identifizierbare Kundendaten, bevor diese an ein Übersetzungssystem gesendet werden. Datenminimierung bedeutet hingegen, dass nur die tatsächlich zu übersetzenden Teile des Inhalts übermittelt werden – ohne überflüssige Details. Diese beiden Methoden tragen dazu bei, die unnötige Offenlegung personenbezogener Daten zu verhindern.

Anstatt beispielsweise eine vollständige Kundendienstnachricht mit Namen und Bestelldetails zu senden, kann nur der allgemeine Text übersetzt werden. Einige Plattformen ersetzen Benutzerkennungen automatisch durch Platzhalter, um Datenschutzprobleme bei der Verarbeitung zu vermeiden.

Sichere API und Zugriffskontrolle

Eine sichere API gewährleistet, dass nur autorisierte Systeme und Benutzer mit den Übersetzungstools interagieren können. Dies umfasst die Verwendung von Authentifizierungsschlüsseln, eingeschränkten Berechtigungen und die Verschlüsselung von API-Aufrufen. Andernfalls könnten Angreifer oder unbefugte Mitarbeiter Zugriff auf sensible, zur Übersetzung übermittelte Texte erlangen.

Eine WooCommerce-Website kann beispielsweise ihre Übersetzungsdienst-API auf Backend-Anfragen beschränken und so den öffentlichen oder externen Zugriff blockieren. Auch die rollenbasierte Zugriffskontrolle schränkt ein, welche Teammitglieder übersetzte Inhalte einsehen oder verwalten können.

Datenresidenz und Servertransparenz

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Der Begriff „Datenresidenz“ bezeichnet den Ort, an dem Daten gespeichert und verarbeitet werden. Übersetzungstools sollten ihre Serverstandorte klar angeben und die regionalen Datenschutzgesetze einhalten. Wenn Unternehmen wissen, wo ihre Daten gespeichert werden, können sie Rechtsverstöße und Sicherheitslücken vermeiden.

Ein europäisches E-Commerce-Unternehmen, das der DSGVO unterliegt, kann beispielsweise einen Übersetzungsanbieter wählen, der Daten ausschließlich in EU-Rechenzentren speichert. Bietet ein Tool wie Linguise eine Infrastruktur auf EU-Basis, trägt dies dazu bei, die Übertragung von Texten in weniger sichere Länder zu verhindern.

Prüfprotokolle und Zugriffsprotokolle

Audit-Trails und Protokolle erfassen, wer während der Übersetzung auf Daten zugreift, diese speichert oder ändert. Diese Aufzeichnungen helfen, verdächtige Aktivitäten aufzudecken, Verantwortlichkeit sicherzustellen und die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten. Ohne eine lückenlose Protokollierung kann unbefugter Zugriff unentdeckt bleiben.

Ein praktisches Beispiel ist eine Übersetzungsplattform, die Protokolle aller API-Aufrufe, Benutzerzugriffe und Cache-Abrufe speichert. Im Falle eines Sicherheitsverstoßes kann das Unternehmen nachvollziehen, wann und wie auf die Daten zugegriffen wurde und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Vertragliche Schutzmaßnahmen (Datenschutzvereinbarung, Service-Level-Vereinbarung, Geheimhaltungsvereinbarung)

Rechtliche Vereinbarungen gewährleisten, dass Übersetzungsdienstleister für den Datenschutz verantwortlich sind. Eine Datenverarbeitungsvereinbarung (DPA) legt fest, wie Daten verwendet und geschützt werden. Eine Service-Level-Vereinbarung (SLA) regelt die Verfügbarkeit und die Reaktion auf Störungen, während eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) die Weitergabe vertraulicher Informationen durch die Dienstleister untersagt.

Beispielsweise sollte ein Online-Shop, der eine Übersetzungs-API eines Drittanbieters nutzt, eine unterzeichnete Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) vorschreiben, die die Regeln für die Datenverarbeitung und die Richtlinien zur Datenlöschung festlegt. Dies gewährleistet die Einhaltung der DSGVO bzw. des CCPA und bietet Rechtsschutz im Falle eines Missbrauchs.

Regionale Fallstudien

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

In verschiedenen Regionen gelten unterschiedliche Datenschutzbestimmungen, die direkten Einfluss darauf haben, wie E-Commerce-Unternehmen Übersetzungstools einsetzen sollten. Das Verständnis dieser regionalen Standards hilft Unternehmen, Plattformen auszuwählen, die den rechtlichen Anforderungen entsprechen und potenzielle Bußgelder oder Datenmissbrauch vermeiden. Im Folgenden wird erläutert, wie Datenschutzbedenken in drei wichtigen Regionen behandelt werden.

EU (DSGVO)

In der Europäischen Union gelten gemäß DSGVO strenge Regeln für die Erhebung, Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten. Übersetzungstools, die von E-Commerce-Plattformen eingesetzt werden, müssen Datenminimierung, Verschlüsselung und sichere Verarbeitung gewährleisten. Unternehmen müssen zudem garantieren, dass Kundendaten nicht unbegrenzt gespeichert oder ohne Einwilligung weitergegeben werden.

Diese Rechte gemäß der DSGVO gelten auch, wenn Drittanbieterdienste, wie beispielsweise Übersetzungstools, Inhalte speichern oder Kundendaten verarbeiten. Das bedeutet, dass jeder Lokalisierungsanbieter, der mit Plattformen wie WooCommerce arbeitet, den Datenzugriff, die Löschung und die sichere Verarbeitung gemäß den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gewährleisten muss. Anbieter, die Daten außerhalb der EU speichern, keine Verschlüsselung anwenden oder ohne vertragliche Sicherheitsvorkehrungen arbeiten, setzen Unternehmen dem Risiko der Nichteinhaltung der DSGVO aus.

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Asien (PDPA)

Mehrere asiatische Länder haben eigene Datenschutzgesetze, beispielsweise Singapurs und Thailands PDPA. Diese Gesetze konzentrieren sich auf die Einwilligung der Nutzer, die Aufbewahrungsfristen für Daten und die verantwortungsvolle Datenverarbeitung durch Dritte. Im Gegensatz zur DSGVO kann die Durchsetzung je nach Land variieren, das Grundprinzip ist jedoch ähnlich: Schutz der Kundenidentität und Begrenzung unnötiger Datenweitergabe.

Ein E-Commerce-Unternehmen in Singapur, das beispielsweise seine Checkout-Seiten in mehrere asiatische Sprachen übersetzt, muss sicherstellen, dass der Übersetzungsdienstleister Kundennamen oder -adressen nicht ohne deren Einwilligung speichert. Tools, die Daten vor der Übersetzung anonymisieren oder lokale Serveroptionen anbieten, gelten als sicherer.

Dies entspricht dem Vorgehen großer E-Commerce-Plattformen in Asien hinsichtlich des Datenschutzes von Drittanbietern. So legt beispielsweise die Datenschutzrichtlinie von Zalora in Singapur fest, dass alle von externen Anbietern erhobenen Daten – sei es für Werbung, Analysen oder funktionale Dienste – den Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Drittanbieters und nicht der direkten Kontrolle der Plattform unterliegen. Obwohl Übersetzungstools in der Richtlinie nicht explizit erwähnt werden, gilt dieselbe Regel: Jeder externe Dienst, der Nutzerinhalte verarbeitet, muss die Anforderungen des PDPA (Personal Data Protection Act) erfüllen, eine sichere Verarbeitung gewährleisten und die unbefugte Speicherung oder Weitergabe personenbezogener Daten verhindern.

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

USA (CCPA/CPRA)

In den USA bieten der CCPA und seine aktualisierte Version, der CPRA, Verbrauchern die Kontrolle darüber, wie ihre personenbezogenen Daten verwendet und weitergegeben werden. Obwohl sie nicht so streng wie die DSGVO sind, fordern diese Bestimmungen Transparenz, Widerspruchsmöglichkeiten und klare Richtlinien zum Umgang mit Daten. E-Commerce-Unternehmen müssen sicherstellen, dass Übersetzungsdienste Kundendaten weder verkaufen, speichern noch missbrauchen.

Shopifybietet beispielsweise eine spezielle regionale Datenschutzerklärung für die USA an, um den Bestimmungen der einzelnen Bundesstaaten wie CCPA und CPRA Rechnung zu tragen. Dadurch wird sichergestellt, dass Händler und Integrationen von Übersetzungstools die Anforderungen an Transparenz, Widerspruchsrecht und Datenlöschung erfüllen.

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Compliance-Tipps (DSGVO, CCPA, PDPA)

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Verordnungen wie die DSGVO in Europa, der CCPA/CPRA in den USA und der PDPA in Asien legen strenge Standards für die Erhebung, Verarbeitung, Speicherung und Weitergabe personenbezogener Daten fest. Um diese Standards zu erfüllen, benötigen Unternehmen interne Richtlinien, technische Sicherheitsvorkehrungen und klare Vereinbarungen mit Drittanbietern, beispielsweise Anbietern von Übersetzungstools. Im Folgenden finden Sie wichtige Best Practices.

Datenminimierung und Pseudonymisierung

Datenminimierung bedeutet, nur die Informationen zu erheben und zu nutzen, die für einen bestimmten Zweck unbedingt erforderlich sind. Im E-Commerce beispielsweise müssen nicht alle Kundendaten an Übersetzungsdienstleister weitergeleitet werden. Die Beschränkung sensibler Daten verringert die Folgen potenziellen Missbrauchs oder von Datenschutzverletzungen.

Pseudonymisierung ersetzt identifizierbare Daten durch Codes oder Token, sodass die ursprüngliche Identität nicht unmittelbar erkennbar ist. Dies ist besonders nützlich, wenn externe Tools wie Übersetzungs-APIs Daten verarbeiten. Die Daten können zwar weiterhin über interne Verweise verknüpft werden, eine direkte Offenlegung wird jedoch verhindert.

Die DSGVO empfiehlt ausdrücklich die Pseudonymisierung als rechtlich anerkannte Schutzmaßnahme. Im Falle einer Datenschutzverletzung ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Daten die Identität einzelner Personen offenlegen, deutlich geringer. Sie erleichtert zudem Audits und interne Sicherheitsüberprüfungen.

Einwilligungsverwaltung für Nutzer

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Die Einwilligung ist eine zentrale Voraussetzung moderner Datenschutzgesetze. Unternehmen müssen Nutzer klar darüber informieren, ob ihre Daten von externen Übersetzungstools verarbeitet werden, insbesondere wenn die Inhalte personenbezogene oder transaktionsbezogene Informationen enthalten. Transparenz schafft Vertrauen und reduziert das rechtliche Risiko.

Neben der Einholung der Einwilligung müssen Unternehmen den Nutzern ermöglichen, diese jederzeit zu widerrufen. Dies kann durch Cookie-Banner, Präferenzeinstellungen oder Opt-in/Opt-out-Kontrollkästchen erfolgen. Jede Einwilligungsaktion sollte protokolliert und als Nachweis der Einhaltung der Vorschriften gespeichert werden.

Nach DSGVO und PDPA muss eine gültige Einwilligung ausdrücklich und auf fundierter Information beruhen. Der CCPA sieht hingegen häufig Opt-out-Mechanismen für bestimmte Datenkategorien vor. Ohne ein adäquates Einwilligungsmanagementsystem riskieren Unternehmen Bußgelder und einen Reputationsverlust.

Um transparente Einwilligungspraktiken zu fördern, stellen große E-Commerce-Plattformen wie Etsy ihre Datenschutzrichtlinien in mehreren Sprachen zur Verfügung. Dieser Ansatz hilft Nutzern weltweit, die Verarbeitung ihrer Daten leicht zu verstehen und stärkt das Vertrauen in verschiedenen Regionen.

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Datenverarbeitungsvereinbarungen (DPAs) mit Anbietern

Bei der Zusammenarbeit mit Anbietern wie Übersetzungsplattformen ist eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) zwingend erforderlich. Sie regelt die Verantwortlichkeiten für die Sicherung, Speicherung, Nutzung und Löschung personenbezogener Daten. Ohne AVV kann die Nutzung von Drittanbieter-Tools gegen die Bestimmungen der DSGVO oder des PDPA verstoßen.

Eine Datenschutzvereinbarung (DPA) stellt sicher, dass Anbieter Daten nicht für unautorisierte Zwecke wie Analysen oder KI-Training verwenden. Sie regelt typischerweise Verschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen, Serverstandort, Unterauftragnehmer und Verfahren zur Meldung von Datenschutzverletzungen.

Selbst große Anbieter wie Google Cloud oder AWS Translate bieten standardisierte Datenschutzvereinbarungen (DPAs) an, die Kunden akzeptieren müssen. Bei Audits oder Untersuchungen ist eine unterzeichnete DPA einer der wichtigsten Nachweise für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen.

Recht auf Zugang, Berichtigung und Löschung von Daten

Nutzer haben das Recht, auf ihre Daten zuzugreifen, Berichtigungen zu verlangen und deren Löschung zu fordern, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Diese Rechte sind in der DSGVO, dem CCPA/CPRA und dem PDPA verankert. Das bedeutet, dass E-Commerce-Plattformen und Übersetzungstools solche Anfragen in der Praxis unterstützen müssen.

Um den gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu werden, benötigen Unternehmen ordnungsgemäß strukturierte Datenspeicher- und -verfolgungssysteme. Sind Kundendaten über Server, Anbieter und Anwendungen verstreut und unübersichtlich, wird die Beantwortung von Datenanfragen nahezu unmöglich.

Ein Nutzer kann beispielsweise die Löschung von Chatprotokollen beantragen, die von einem Drittanbieter übersetzt und gespeichert wurden. Verfügt der Anbieter nicht über geeignete Löschmechanismen, bleibt das Unternehmen – und nicht der Anbieter – rechtlich verantwortlich.

Grenzüberschreitender Transfer mit SCCs

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Viele Übersetzungsdienste betreiben Server in verschiedenen Ländern, was grenzüberschreitende Datentransfers zu einem wichtigen Thema der Compliance macht. Gemäß der DSGVO ist die Übermittlung von Daten außerhalb der EU nur zulässig, wenn gleichwertige Schutzmaßnahmen gewährleistet sind. Ein weit verbreiteter Mechanismus ist die Verwendung von Standardvertragsklauseln (SCCs).

Standardvertragsklauseln (SCCs) sind rechtsverbindliche Vereinbarungen zwischen Absender und Empfänger von Daten, die die Einhaltung der Datenschutzstandards gewährleisten. E-Commerce-Plattformen, die mit Anbietern in den USA, Indien oder Asien zusammenarbeiten, müssen vor jeder Datenübermittlung SCCs einbinden.

Einige asiatische Datenschutzgesetze verlangen zudem eine vorherige Benachrichtigung oder behördliche Genehmigung für internationale Datentransfers. Ohne Standardvertragsklauseln (SCCs) oder ähnliche Schutzmaßnahmen könnten Unternehmen als unrechtmäßig Daten exportierend eingestuft werden.

Datenschutzrisikobewertung (DSFA)

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) ist erforderlich, wenn Verarbeitungstätigkeiten mit hohen Datenschutzrisiken verbunden sind, beispielsweise KI-basierte Übersetzungstools, die Konversationen speichern oder Transaktionsdaten verarbeiten. DSFA helfen Unternehmen, Sicherheitslücken, übermäßige Datennutzung oder die Gefahr unberechtigten Zugriffs zu erkennen.

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bewertet die Art der erhobenen Daten, den Zweck der Verarbeitung, die beteiligten Parteien, die Speichermethoden und die Aufbewahrungsfristen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Entscheidungen über zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen oder verbesserte Verträge mit Anbietern.

Gemäß DSGVO muss vor der Einführung neuer Tools oder Systeme, die sensible personenbezogene Daten verarbeiten, eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchgeführt werden. Stellt die Prüfung nicht beherrschbare Risiken fest, können die Behörden die Nutzung sogar untersagen. Über die Einhaltung der Vorschriften hinaus tragen DSFAs dazu bei, die allgemeine Datenschutzstrategie von Unternehmen zu stärken.

Vergleichstabelle zur Datenverarbeitung: Linguise vs. Wettbewerber

Umgang mit Datenschutzbedenken bei Übersetzungstools für E-Commerce-Websites

Bei der Auswahl eines Übersetzungstools für den E-Commerce reicht es nicht aus, nur die Funktionen zu vergleichen. Sie müssen auch prüfen, wie die einzelnen Anbieter mit Nutzerdaten umgehen. Unterschiedliche Plattformen verfolgen unterschiedliche Richtlinien hinsichtlich Speicherung, Verschlüsselung, Einwilligung und der Einhaltung von Vorschriften wie DSGVO, CCPA und PDPA. Ein direkter Vergleich hilft Unternehmen, sicherere und fundiertere Entscheidungen zu treffen. 

Aspekt

Linguise

Weglot

Google Translate API

Lokalisieren

Datenverschlüsselung (während der Übertragung und im Ruhezustand)

Ja (HTTPS & Verschlüsselung)

Ja

Ja

Ja

Datenspeicherrichtlinie

Vorübergehende Lagerung, keine Langzeitlagerung

Speichert Übersetzungen auf Servern

Daten können vorübergehend gespeichert werden

Speichert Projektdaten in der Cloud

Nutzereinwilligungserfordernis

Erforderlich für personenbezogene Daten

Erforderlich (gemäß DSGVO)

Standardmäßig nicht erzwungen

Je nach Nutzung erforderlich

Compliance (DSGVO/CCPA/PDPA)

Vollständig konform

DSGVO-konform

DSGVO-Tools, aber nutzerabhängig

DSGVO- und SOC 2-konform

Nutzung von Daten für das KI-Training

Nein

Nein

Ja (sofern nicht anders angegeben)

Nein

Datenaufbewahrung und -löschung

Sofortige Entfernung auf Anfrage

Auf Wunsch entfernbar

Begrenzte Benutzerkontrolle

Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen

DPA-Verfügbarkeit

Ja

Ja

Verfügbar über Cloud-Bedingungen

Ja

Sicherheitsvorkehrungen für den grenzüberschreitenden Datentransfer

SCCs & DSGVO-Konformität

Standardvertragsklauseln und DSGVO-Schutzmaßnahmen

Verfügbare SCCs

Standardvertragsklauseln und EU-Klauseln

Sind Sie bereit, neue Märkte zu erkunden? Testen Sie unseren automatischen Übersetzungsdienst kostenlos mit unserer einmonatigen, risikofreien Testversion. Keine Kreditkarte erforderlich!

Fazit

Der Datenschutz bei Übersetzungstools für den E-Commerce muss ernst genommen werden, da Kundendaten, Transaktionen und Geschäftsinhalte häufig während des Übersetzungsprozesses übertragen werden. Risiken wie unautorisierte Speicherung, schwache Verschlüsselung, Zugriff Dritter und grenzüberschreitende Datenübermittlungen können zu Verstößen gegen Vorschriften wie die DSGVO, den CCPA oder den PDPA führen.

Zum Schutz von Daten benötigen Online-Shop-Betreiber Übersetzungstools mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Datenspeicherungskontrolle, transparenten Servern und Rechtskonformität. Linguise bietet einen sichereren Ansatz mit Datenanonymisierung, DSGVO-konformem Schutz, keiner Langzeitspeicherung und Unterstützung für Auftragsverarbeitungsvereinbarungen (AVV) und Standardvertragsklauseln (SCC). Wenn Sie Ihre E-Commerce-Website übersetzen möchten, ohne Kompromisse bei Datenschutz und Sicherheit einzugehen, Linguise die sicherere und rechtskonformere Option.

Vielleicht sind Sie auch an einer Lektüre interessiert

Nicht verpassen!
Abonniere unseren Newsletter

Erhalten Sie Neuigkeiten zu automatischer Website-Übersetzung, internationaler Suchmaschinenoptimierung und mehr!

Invalid email address
Probieren Sie es aus. Einmal pro Monat, und Sie können jederzeit kündigen.

Gehen Sie nicht, ohne Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen!

Wir können nicht garantieren, dass Sie im Lotto gewinnen, können Ihnen aber einige interessante Neuigkeiten rund um die Übersetzung und gelegentliche Rabatte versprechen.

Nicht verpassen!
Invalid email address